Egon Schiele wurde 1890 in Tulln an der Donau geboren und starb 1918 in Wien. Er war ein österreichischer Maler des Expressionismus. Egon Schiele zählt neben Gustav Klimt zu den bedeutendsten Malern der Wiener Moderne.

Egon Schiele war viertes Kind des Tullner Bahnhofsvorstands Adolf Eugen Schiele und seiner Frau Marie. Elvira, die älteste seiner drei Schwestern starb bereits im Alter von zehn Jahren. Seine Schwester Gertrude heiratete später den Künstler Anton Peschka.

Egon Schiele besuchte zunächst die Volksschule in Tulln, später das Realgymnasium in Krems und danach das Gymnasium Klosterneuburg. Zwei Kunstlehrer Egon Schieles und der Künstler Max Kahrer entdeckten schon dort seine außergewöhnliche Begabung und machten ihm den Weg frei zur Aufnahme in die Wiener Akademie der bildenden Künste. In diese wurde er 1906 aufgenommen. Dort studierte Egon Schiele in der Malklasse bei Professor Christian Griepenkerl. Schnell wurde er dem starren Akademiealltags müde und verließ bereits nach zwei Jahren die Akademie und gründete mit einigen Kommilitonen die Wiener Neukunstgruppe.

Erste Erfolge zeigten sich für Egon Schiele mit der Ausstellung seiner Werke 1909 in der Großen Kunstschau. Neben Malern wie Gustav Klimt und Oskar Kokoschka konnte Egon Schiele sich hier bei dem Kunstkritiker Arthur Roessler einen guten Ruf erarbeiten. Dieser spielte in der Folgezeit durch seine exzellenten Kontakte für Schieles Fortkommen eine entscheidende Rolle. Durch Roesslers Vermittlung lernte Egon Schiele die Kunstsammler Carl Reininghaus und Dr. Oskar Reichel kennen, die seinen Einstand in der Wiener Kunstszene finanziell unterstützten und ihn zahlreichen Auftragsarbeiten vermittelten.

Vom Rummel in Wien übersättigt, zog Egon Schiele 1910 von Wien weg. Es folgten kurze Aufenthalte inr Krumau und in Neulengbach, wo er wegen angeblichen sexuellen Belästigung gegen Minderjährige einige Zeit im Gefängnis verbrachte. 1912 kehrte Egon Schiele dann nach Wien zurück. Durch seinen väterlichen Freund Gustav Klimt konnte er schnell wieder Fuß fassen und feierte in der damaligen Kunstszene Österreichs wieder schnell große Erfolge. Außerdem wurden 1914 erstmals Gedichte von Schiele in der Zeitschrift Die Fackel veröffentlicht.

Nach Beginn des Ersten Weltkriegs wurde Schiele in den militärischen Verwaltungsdienst berufen. Kurz vor seiner Versetzung nach Prag heiratete Egon Schiele seine langjährige Freundin Edith Harms. Nach der militärischen Grundausbildung und den damit verbundenen Versetzungen in ganz Österreich wurde Egon Schiele 1917 nach Wien abkommandiert, wo er vorerst als militärischer Angestellter beschäftigt war. Für 6 Monaten wurde er zum Heeresmuseum gesendet, wo er gemeinsam Anton Faistauer Kriegsbilderausstellungen organisieren durfte und trotz der Kriegswirren seiner Malerei nachgehen konnte. Gustav Klimt starb 1918 und stieg danach zum ersten Star der Wiener Kunstszene auf.

Egon Schieles Werke sind bis heute sehr bekannt und erzielen auf internationalen Auktionen hohe Preise. Museen weltweit bemühen sich um seine Gemälde, die unabhängig von Schieles künstlerischer Genialität weltweit Bewunderung finden.

Gemälde von Egon Schiele:

Egon Schiele Krumau an der Moldau
Egon Schiele: Krumau an der Moldau

Egon Schiele Untergehende Sonne
Egon Schiele: Untergehende Sonne

Egon Schiele Vier Bäume
Egon Schiele: Vier Bäume

Egon Schiele Kleinstadt
Egon Schiele: Kleinstadt

Egon Schiele Mauer und Haus
Egon Schiele: Mauer und Haus

Egon Schiele Blinde Mutter oder Die Mutter
Egon Schiele: Blinde Mutter oder Die Mutter

Egon Schiele Inselstadt
Egon Schiele: Inselstadt

Aulistung von Werken von Egon Schiele:

- Männlicher Akt
- Weiblicher Akt
- Schwarzhaariges Mädchen mit hochgeschlagenem Rock
- Sitzende Frau mit hochgezogenem Knie
- Vier Bäume
- Umarmung
- Haus mit trocknender Wäsche
- Krumau Häuserbogen
- Stehendes Mädchen in kariertem Tuch
- Gelbe Stadt
- Sitzendes Mädchen
- Liegende Frau
- Herbstbäume
- Kardinal und Nonne
- Zwei kleine Mädchen
- Die Familie
- Die kleine Stadt
- Tod und Mädchen